Lyrik

Abschied


Für Valerie und Josef – in Liebe.

Hätt’ ich nur geahnt, dass du mich verlässt,
– egal wie weit, ich wär’ zu dir geeilt.
Doch manchmal bleibt vom Leben zu wenig Rest.
Ich hätt’ mir gewünscht, du wärst länger verweilt.

Du hast dich davongestohl’n wie ein Dieb,
ganz heimlich und leise in jener Nacht.
Mein gebrochenes Herz ist alles, was blieb.
Und die Hoffnung, dass Er nun über dich wacht.

Wie gern hätt’ ich gehalten noch mal deine Hand.
In deinen Augen geseh’n, dass du mich liebst.
Dieser plötzliche Abschied raubt mir fast den Verstand
Und ich wünsch mir von Herzen, dass du mir vergibst.

Warum war ich nicht da, als die Zeit für dich kam?
Wär’ so gern gegangen deines Wegs letztes Stück.
Dich noch einmal zu halten in meinem Arm.
Doch solche Momente kommen niemals zurück.

Vertan ist vertan – eine Erkenntnis die bleibt.
Schuldtriefende Trauer legt sich auf mein Gewissen.
Kein Tag, an dem mich nicht diese Leere umtreibt.
Auf ewig werd’ ich deine Wärme vermissen.

Ein Stern blitzt am Himmel auf – hell leuchtend und klar.
Ich weiß ganz genau, dass du noch bei mir bist.
Ohne dich ist nichts mehr, wie’s vorher war.
Weil die Welt ein Stück kälter geworden ist.

Ich denk zurück an die Tage, die ich mit dir teilte.
Wir schritten im Gleichklang unsrer Herzen durchs Leben.
Als das Glück noch wie selbstverständlich verweilte.
Dich lieben zu dürfen, hat mir so viel gegeben.

Es war an der Zeit, du musstest ohne mich geh’n.
Erinnerungen helfen, den Verlust zu ertragen.
Ich kann nur hoffen, dich wiederzuseh’n.
Es gibt so viele Dinge, die würd’ ich dir gern sagen.

Sieh noch einmal zurück und trockne meine Tränen!
Du wirst immer einen Platz haben in meinem Herz’.
Ich gebe dich frei und dennoch bleibt dieses Sehnen.
Und sei dir gewiss, dein Fehl’n ist mein Schmerz!

Advertisements