Lyrik

Nebel

Umschlossen von deiner Allgegenwart,
wandelnd in einem Labyrinth aus dichtem Weiß.
Keinen Gedanken verschwenden an später.
Mich mitreißen lassen von deiner Gier.

Ich will mich in dir verlieren, vergessen.
Blind und taub für alle Eindrücke von außen.
Nichts sehen, nichts hören, nichts spüren.
Nur deine klamme Umarmung.

Reich mir die kühle Hand, mein Geliebter.
Küss mich mit feuchtkaltem Hauch.
Streichle meine Sinne, benetze meine Haut
mit spinnwebengleicher Gaze.

Selbst undurchdringlich,
durchdringst du mich.
Lässt mich erschauern unter deiner Berührung.
Hältst mich gefangen mit eisiger Macht.

Sollte ich sterben, dann in deinem Arm,
bedacht mit einem Schleier aus luftzartem Sehnen.
Wenn du hinfort ziehst, so nimm mich mit dir.
Vergangen wie ein blasses Schauspiel am Horizont.

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